Petition: Rettet die Birmenstorfer Reptilien

Wir möchten uns bei allen 758 Unterstützer der Petition ganz herzlich bedanken.

Die Petition ist abelaufen und es könne keine weiteren Stimmen mehr abgegeben werden. Wir erwarten die Stellungnahme der Gemeinde und des Kantons in absehbarer Zeit.

Problemstellung

Im Sommer 2016 errichteten Alice Burkhardt und Kurt Stauffer im Birmenstorfer Rebberg eine Trockenmauer mit Pergola und begrüntem Kiesplatz. Dies mit dem Ziel die sonnige Lage am Rebberg für Mensch und Natur optimal zu nutzen. Schnell profitierte die regionale Biodiversität: Schon während des Baus zeigte sich, dass die Mauer das ideale Zuhause für geschützte Reptilien wie die Zauneidechse bietet. Zudem wurde ein wertvoller Standort für seltene und geschützte Blumen und Kräuter geschaffen.

Leider verpassten Alice Burkhardt und Kurt Stauffer für ihr Vorhaben die fristgerechte Einreichung des Baugesuches. Daraufhin verlangte der Kanton Aargau im März 2017 den kompletten Abriss der Anlage inkl. Trockenmauer (da es sich um eine Freizeitanlage handle). Auch nach mehreren Verhandlungen und der Involvierung verschiedener Instanzen hielten die Verantwortlichen an der Entfernung der Trockenmauer ohne Rücksicht auf die angesiedelten, geschützten Tiere fest. Dies obwohl ein Biologe der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz) die sehr seltene Artenvielfalt im Rebberg diagnostizierte und für deren Erhalt plädierte.

Somit beharrt der Kanton auch nach 2-jährigen Gesprächen auf der kompletten Entfernung der Trockenmauer – und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Reptilien bereits ihre Eier abgelegt haben. Damit unterstützt der Kanton Aargau aktiv die Zerstörung des Lebensraums geschützter Reptilienarten sowie der lokalen Biodiversität.

Argumentation

Für den Erhalt der Trockenmauer spricht:

  • Mindestens zwei in der Schweiz gefährdete Reptilienarten (Rote Liste) wie die Zauneidechse und Ringelnatter haben dank der Mauer in Birmenstorf nachweislich ein Zuhause gefunden. So eine hohe Artenvielfalt ist laut Karch in der Region sehr selten.
  • Für den Schweizer Reptilienschutz sind Kleinstrukturen wie Trockenmauern für den Erhalt und zur Förderung der Arten essentiell. Leider sind die reptilienfreundlichen Kleinstrukturen in der Region sehr selten und ihr Bau oft zu kostenintensiv.
  • Trockensteinmauern stellen eine wichtige Massnahme zur Förderung der Biodiversität dar und werden vom kantonalen Programm «Labiola» propagiert. Im Falle von Alice Burkhardt und Kurt Stauffer bietet die Trockenmauer den idealen Raum sowohl für Tiere als auch Pflanzen.

Lösung & Forderung

Wie bereits von Alice Burkhardt und Kurt Stauffer vorgeschlagen, wird die Anlage (Kiesplatz und Pergola) – und somit die für Flora und Fauna nicht relevanten Bauwerke – entfernt. Wir fordern aber einen kompletten Erhalt der Trockenmauer in ihrem aktuellen Zustand. So wird die Biodiversität in Birmenstorf gefördert und der Lebensraum gefährdeter Reptilienarten erhalten. Damit retten wir die Vielfalt der Region und leisten einen wichtigen Beitrag zum Reptilienschutz.

Die Petition ist bereits erfolgreich und wir haben die vorgeschriebene Anzahl Unterstützer nach zwei Tagen erreicht.
Wir denken jedoch nicht, dass sich der Kanton mit dieser Stimmenzahl beindrucken lässt.
Daher bitten wir Sie weiter Ihre Stimme abzugeben. Jede Stimme zählt!

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